Hintere Reihe von links: Kerstin Willenbrink (Gemeinde Goldenstedt), Laura Diekhaus-Pythel (Gemeinde Goldenstedt), Uwe Middendorf (Stadt Dinklage), Frank Preuß (Stadt Vechta), Hendrik Meiners (Gemeinde Bakum). Mittlere Reihe von links: Isabell Bergmann (Innovationsteam selbstgestALTER), Raphael Hermes (Gemeinde Visbek), Sandra Sollmann (Stadt Vechta), Cornelia Ostendorf (St. Hedwig Stiftung), Gerd Meyer (Gemeinde Visbek), Alfred Kuhlmann (Gemeinde Goldenstedt). Vordere Reihe von links: Petra Pohlamnn (Innovationsteam selbstgestALTER), Kristian Kater (Stadt Vechta), Janine Devers (Innovationsteam selbstgestALTER), Carl Heinz Putthoff (Stadt Dinklage), Tobias Averbeck (Gemeinde Bakum)

Gemeinsam Altwerden neu denken - 3. Austauschtreffen des "Bündnisses kommunale Altenhilfe"

Wie können Kommunen das Engagement älterer Menschen stärken und langfristig sichern? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bündnis für kommunale Altenhilfe beim 3. Austauschtreffen am 10. März 2026 im Rathaus der Gemeinde Bakum. Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen Vechta, Dinklage, Visbek, Goldenstedt und Bakum sowie der St. Hedwig Stiftung kamen zusammen, um Bilanz zu ziehen und neue Impulse für die Altenhilfe in der Region zu entwickeln. Moderiert wurde das Treffen erneut vom Innovationsteam selbstgestALTER der St. Hedwig Stiftung. Ziel des Bündnisses ist es, gemeinsam Strategien zu entwickeln, um die Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv zu gestalten und die offene Altenhilfe in den beteiligten Kommunen weiterzuentwickeln.

Zu Beginn blickten die Teilnehmenden auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Kampagne rund um das Motto „Seid bereit für das Potenzial der Babyboomer!“. Mit verschiedenen Aktionen, Informationsmaterialien und Veranstaltungen hat das Bündnis 2025 deutlich gemacht, dass ältere Menschen über wertvolle Kompetenzen und Erfahrungen verfügen, die für die Gesellschaft von großer Bedeutung sind.

Ein zentraler Programmpunkt des Treffens war die Diskussion aktueller Ergebnisse aus dem Freiwilligensurvey. Die Studie zeigt deutlich, dass viele Menschen auch im höheren Alter bereit sind, sich gesellschaftlich einzubringen – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Projekt „Ehrensache“ und den Ergebnissen der Hausbesuche und Befragungen der Bürger 60+. Ziel ist es, freiwilliges Engagement stärker zu fördern, zu koordinieren und nachhaltig zu sichern. In der Diskussion wurde deutlich: Kommunen spielen eine entscheidende Rolle dabei, Engagement zu ermöglichen. Dazu gehören klare Ansprechpartner, gute Netzwerke, flexible Formen des Engagements sowie eine wertschätzende Anerkennung der Freiwilligenarbeit.

Zum Abschluss des Treffens wurde bereits ein neuer Termin angekündigt: Das nächste „Forum offenen Altenhilfe“ für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte findet am 12. November 2026 in Dinklage statt, bei dem erneut Fachvorträge, Praxisbeispiele und Diskussionen Raum für Austausch bieten.

Mit dem regelmäßigen Austausch im Bündnis zeigen die beteiligten Kommunen, dass sie die Zukunft der Altenhilfe gemeinsam gestalten wollen. Der demografische Wandel wird dabei nicht nur als Herausforderung verstanden – sondern auch als Chance, neue Formen von Engagement, Teilhabe und Zusammenhalt zu entwickeln.